Das Jahr schreitet unaufhörlich voran und der 12. Wiener Bärenkongreß ist auch schon wieder Geschichte. Dafür hat er aber eine zaubärhafte, eine unglaubliche Geschichte erzählt. Viele Stammgäste und neue Freunde haben das Fest besucht, Bären aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und den Vereinigten Staaten aus Amerika sind wieder dem Ruf der Wiener Bären gefolgt und waren gespannt auf die Dinge, die wieder vorbereitet waren. Obwohl die Teilnehmerzahl in Summe deutlich zurückging, sorgten die Anwesenden trotzdem für ein heißes Wochenende.
Das generelle Programm ist wie in den Vorjahren unverändert geblieben. Der Anreisemittwoch als Warm Up für eine 4-tägige Bärenfete machte den Anfang. Der Wiener Heurigen mit deftigem Essen mit Knödeln, Geselchtem und Schweinsbraten, untermalt von typischer Wiener Heurigenmusik gestaltete den offiziellen Einstieg am Christi Himmelfahrtstag, dem traditionellen Datum für den Bärenkongreß.
Der Freitag stand ganz im Zeichen der körperlichen Ertüchtigung, denn nachmittags traf man sich in der Sauna Kaiserbründl, und wer da noch nicht genug geschwitzt hat, konnte den Rest in der Disco beim Pitbull abtanzen. Samstag durften wir uns glücklich schätzen, daß der Wettergott genau für einen Nachmittag ein Auge zugedrückt hat und es zumindest trocken blieb, war doch der Rest des Wochenendes dermaßen verregnet, daß es selbst Fischen zu viel des Wassers war. Ein Jahrhundertunwetter, welches man genauso wenig vergessen wird, wie die Ereignisse der Hauptparty im Himmelreich.
Der Name war Programm, denn die Zauberkunst unseres Magiers Harry Lucas hat uns genau dorthin versetzt. Zunächst ließ er es locker angehen, mit einigen Übungen für das Publikum, um alle einzustimmen. Doch dann ging es ans Eingemachte. Verblüffte uns Harry noch mit der Identifikation völlig unterschiedlicher Gegenstände, ohne sie zu sehen oder spüren, wurde unser Jungbärenreferent Stefan schließlich auch noch unfreiwillig zum Hauptdarsteller der Show. Völlig dem Charme von Harry ergeben ließ der ihn willkürlich Dinge vergessen, zuerst den eigenen Namen, dann hochsensible Informationen wie die Schuhgröße oder das eigene Gewicht und schließlich auch noch den Grund seines Daseins.
Während in den letzten Jahren unsere Gäste gestaunt haben, was die Organisatoren so alles auf die Beine gestellt hatten, blieb heuer auch dem Vorstand die Spucke weg ob der unerklärlichen Dinge, die da auf der Bühne vorgingen. Wir ließen die Gäste aber nicht nur mit geistiger Leere abreisen, wir füllten Ihnen zumindest nochmal den Magen beim Brunch, was den Ausklang eines nassen, aber trotzdem gemütlichen, unglaublichen und auch bezaubernden Wochenendes darstellte. Für alle, die noch immer an den Rätseln von Harry knabbern, habe ich einen letzten Tipp: Entspannt Euch und schlaft!